Instakynd

[Rezension] Mein fahler Freund von Isaac Marion


Hallo ihr Lieben,

zu so später Stund' :D habe ich noch eine Rezension für euch. Passt irgendwie zu der neuen Serie, die mein Freund schaut - The Walking Dead... mir ein bisschen zu gruselig :D Aber zurück zum Buch. Es war ein Buch, bei dem ich mich ein bisschen geekelt habe - aber nicht so sehr, wie bei Zomiefilmen. Liegt wohl daran, dass ich mir alles etwas blumiger vorstellen konnte :D
Heute geht es um Isaac Marions Buch 'Mein fahler Freund' - ich muss gestehen, dass mir der Originaltitel 'Warm Bodies' hier besser gefällt, ebenso wie das Originalcover - das haben wir irgendwie nicht so drauf.
Nun gut, eigentlich geht es hier ja auch um den Inhalt - der kann natürlich auch schlecht übersetzt sein, aber den fand ich okay, sollte vllt. mal Bücher in ihrer Originalsprache lesen :D
So, nun aber zum Buch.

'Mein fahler Freund'                                                                  .

Isaac Marion
.....................
Verlag: Klett-Cotta
290 Seiten
19,95 € - Gebunden
Originaltitel: Warm Bodies

Hier lesen - Hier bestellen






Kurzbeschreibung                                                                   .

R ist ein Zombie. Es ist ihm peinlich, dass er sich nur an den ersten Buchstaben seines Namens erinnern kann. Wie die anderen Zombies verbringt R seine Zeit mit Herumstehen und Stöhnen. Was die Wenigsten wissen: Tot sein ist leicht. Bei einem der Raubzüge in der Stadt triff t R auf Julie. Dummerweise hat er gerade das Hirn ihres Freundes gegessen. R weiß nicht warum, aber er verliebt sich unsterblich in Julie – ausgerechnet in ein lebendes menschliches Wesen. »Mein fahler Freund« erzählt die Geschichte des bestaussehenden und charmantesten Zombies aller Zeiten.

Rezension                                                                                .

"Du wirst groß und stark und großartig sein und du wirst für immer leben. Du wirst die Welt verändern."
Die Welt ist nicht mehr das, was sie einmal war - sie ist einem düsterem, todbringeden Ort gewichen. Eine Seuche und die mit ihr kommenden Kreaturen hat die Welt im Griff - doch es war keine Krankheit, kein Virus - es geht viel tiefer. Eigentlich kein idealer Schauplatz für eine Romanze. Doch R kümmert das nicht. R ist ein Zombie, der uns mit in seine bizarre Welt nimmt, in sein Zuhause. Mit Charme und einer Portion Ironie und Sarkasmus erzählt er uns von sich und seinesgleichen. Wir erfahren nichts über sein altes Leben - nur über sein 'neues'. Von den Jagdausflügen, bis hin zu seinem Hobby: Rolltreppe fahren.
Auf einem seiner Ausflügen trifft er auf Julie - er tötet ihren Freud, doch ihr tut er nichts an. R nimmt sie mit! Er will sie nicht töten, sondern empfindet etwas für sie. Im Laufe der Geschichte beginnt er sich zu verändern. R möchte nicht länger töten - er will leben. Also beschließt er die Welt zu verändern.

"Wollen - Kriegen - Leben"
Diese Worte ziehen sich in drei Kapiteln durch das Buch. R beginnt etwas zu wollen, weil er von Anfang an anders ist, als seine 'Mitzombies'. Er interessiert sich für sein Leben vor seiner 'Verwandlung'. R sammelt Andenken auf seinen Jagdausflügen - Sachen die ihn an vergangene Zeiten erinnern. Als er Julie trifft und mit Perrys Erinnerungen überflutet wird ( weil er ihn getötet und sein Hirn gegessen hat) beginnt er nicht sterben und etwas ändern zu wollen.
Das gelingt ihm durch die Nähe zu Julie. Die anderen Zombies nehmen das zur Kenntnis - die er sich erkämpft hat - nur die Knochen sind gegen sie, wollen nichts verändern, wollen nichts versuchen. Genau wie die meisten menschlichen Überlebenden.
Kriegt er seine Veränderung? Beginnt er zu leben? Mit Julie? Nur Julie? Überhaupt einer?

Fazit                                                                                       .

"Ich hätte nie gedacht, dass ich mich so leidenschaftlich in einen Zombie verlieben könnte!"
Als ich dieses Zitat las, rollte ich nur mit den Augen, weil er von der Vampir-Schnulzen-Autorin Nr. 1 stammte. Doch mit jeder Seite die ich las, begann sich mein Herz mehr und mehr für R zu erwährmen. Allein die Tatsache, dass die Zombies miteinander sprachen, machte sie zu dem, was sie vor ihrer Verwandlung einmal waren - Menschen. So fingen sie auch an, sich von den Klischee-Zombies aus den Horrorfilmen abzuheben.

Anfangs dachte ich - durch das Lesen des Klappentextes - dass das Buch nichts für mich wäre, vielleicht zu brutal und stellenweise war es das auch, wenn es um abgetrennte Körperteile ging und Hirnmasse, die sich seinen Weg aus den geschützten Gefilden bahnt. Aber ich habe schon seit langer Zeit kein so humorvolles Buch gelesen. Trotz der traurigen Umstände, in denen sich die Welt und die Menschen befinden. Trotz der täglichen Bedrohung der Zombies - ist es eine warme Geschichte, die zum Schmunzeln anregt. Mit einem - zwar Toten - aber herzlichen Protagonisten. Die Bemühungen sich zu ändern und sich auszudrücken erwärmen mein Herz und geben R einen Platz darin.
Ein wundervolles Buch.



Noch schnell zum Thema Cover - hier einmal die 'ausländischen' Cover im Vergleich zu dem deutschen Cover. Welches gefällt euch denn am besten?




Kommentare

  1. Oh, das Buch habe ich auch als Rezensionsexemplar - wusstest du, dass es verfilmt wird? ;) Bin schon gespannt, danke für deine Meinung!
    Und mir gefällt das Cover mit dem roten Tuch am Zweitbesten, weil es dunkel ist, aber das Tuch so hervorsticht...Und am besten ist meiner Meinung nach das mit den zwei Händen, denn das wirkt richtig - wie soll ich sagen? Das ist einfach RICHTIG ;)
    Liebe Grüße!

    AntwortenLöschen
  2. Ja, das habe ich gelesen - hatte auch einen kurzen Artikel dazu geschrieben.
    Ich weiß noch nicht so recht, was ich von dem Film halten soll - hoffe der wird ein bisschen so, wie ich es mir vorstelle :)
    Aber das ist ja eher selten - nie - der Fall XD

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Lasst eure Gedanken hier - sie für sich zu behalten, ist wie einen Kuchen backen und alleine essen. Es macht keinen Spaß :)