[Rezension] Mit Skalpell und Lippenstift von Alessia Gazzola


Hallo ihr Lieben,

der Sommer ist zurück! Und da habe ich an meinem freien Tag auch mal die Chance genutzt und mich in den Garten in die Sonne gelegt und gelesen. Hach, was war das schön und warm :)
Zur Belohnung gab es für mich auch ein Eis :D

Ich hab auch ganz schön was geschafft und kann euch nun mal wieder eine Rezension präsentieren ;)
Bei dem Buch handelt es sich um 'Mit Skalpell und Lippenstift' (Original: L'Allieva) von Alessia Gazzola.

Ich bin ja ein totaler Krimifan und das Buch machte äußerlich keinen Krimianschein, deshalb war ich umso gespannter ^^

Mit Skalpell und Lippenstift von Alessia Gazzola

Allesia Gazzola
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Verlag: carl's books
400 Seiten  
14,99 € - Broschiert
Originaltitel: L'Allieva

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Kurzbeschreibung                                                                   .

Ein Mord in Roms Oberschicht: Giulia, Jurastudentin aus bester Familie, wird tot aufgefunden. Wer war der Liebhaber, den sie kurz vor ihrem Tod empfangen hat? Und wer hat ihr die tödliche Dosis Medizin verabreicht? Alice Allevi, Assistenzärztin der Rechtsmedizin, löst den fast perfekten Mord mit Witz, Intelligenz und Hartnäckigkeit. Dabei hat sie es nicht leicht: An ihrem Institut scheinen eigentlich alle gegen sie zu sein, ihre Versetzung ins nächste Assistenzjahr ist gefährdet, und dann kommt ihr auch noch eine Leiche abhanden. Auch ihr Privatleben steht unter einem schwierigen Stern – ausgerechnet dem egozentrischen Arthur, dem Sohn ihres Chefs, fliegt ihr Herz zu. Ein spannender, humorvoller Pathologie-Krimi mit einer Heldin, die in ihrem Charme Bridget Jones in nichts nachsteht.

Rezension                                                                                .

Trotz Klappentext war ich ein bisschen skeptisch - denn Titel und Cover ließen ein bisschen auf einen typischen Chick-lit Roman schließen und das ist so gar nicht mit Krimis vereinbar - für mich jedenfalls nicht. Aber ich bin dennoch mutig und voller Zuversicht an das Buch herangegangen und wurde nicht enttäuscht.

Idee/Umsetzung
Im Großen und Ganzen geht es die junge angehende Rechtsmedizinerin Alice Allevi, die ein bisschen tollpatschig und nun ja, sagen wir gemütlich ist. Sie bekommt in ihrer Facharztausbildung zunehmend Schwierigkeiten und muss sich anstrengend. Als ein neuer Fall sie auch persönlich berührt und mit einbezieht, fängt sie an - sich weit außerhalb ihrer Kompetenzen zu bewegen. Und das gepaart mit ihren beruflichen Problemen, lässt sie fast verzweifeln. Natürlich darf die Liebe in diesem Chaos nicht fehlen und Alice verliert sich zu allen Problemen in den Augen eines wunderbaren Mannes.
Die Idee von Alessia Gazzola ihre Protagonistin in eine Richtung gehen zu lassen, die doch sehr weit ab vom Schuss ist, finde ich wunderbar. Mit jedem Kapitel und jeder Seite spürt man, dass in Alice mehr steckt als 'nur' eine Rechtsmedizinerin. Auch den weiteren Verlauf in Sachen Ermittlung und Liebe finde ich nicht an den Haaren herbeigezogen. Für mich persönlich immer sehr wichtig, es muss glaubhaft sein und man darf nicht dieses 'Ja-ne-ist-klar-Gefühl' haben.
Leider hat mich das Ende ziemlich enttäuscht - so ein Ende habe ich nicht erwartet und fühle mich damit auch ein wenig im Stich gelassen und frage mich, warum man sich dann so eine Mühe gemacht hat, mitzufiebern.

Schreibstil/Sprache
Schreibstiltechnisch habe ich nichts zu meckern. Einfach und flüssig zu lesen - keine langen, verschachtelten Sätze in denen man sich verliert. Und, was ich auch besonders gut fand. Trotz der Tatsachen, dass es sich hier um Rechtsmediziner handelt, hatte man nicht das Gefühl, erst ein Studium absolvieren zu müssen, um die Texte zu verstehen. Wunderbar :)


"Während ich nach Hause gehe, denke ich nicht ohne Bedauern und mit jener leisen Melancholie an sie, die man für Personen empfindet, die einen verführt und dann im Stich gelassen haben."
(Seite 336)



Charaktere
Oh man, da gab es ja eine handvoll. Alice und Arthur fand ich wunderbar. Bei Alice merkt man, dass sie eine Wandlung durchmacht und das liebe ich, wenn es ehrlich ist und man es selbst mitbekommt. Es tauchen so viele Personen auf, neben denen, die im Fall von Interesse sind, natürlich auch eine Menge aus dem näheren Umfeld von Alice. Es ist nur logisch, dass man nicht allen sofort und ausführlich ein Gesicht geben kann. Aber bei zwei Charakteren störte mich dieses 'gesichtslose' - Yuki, die Mitbewohnerin und Silvia.
Die beiden waren für mich so seelenlos und unbedeutend, dass ich ihre 'Auftritte' als eine Art Belästigung empfand.
Ich bin gespannt, wie sich das im zweiten Buch entwickeln wird, ob da einige Charaktere mehr 'Gesicht' abbekommen. Ich wäre auch dankbar, wenn nicht so viele Charaktere auftauchen würden, die von Bedeutung sind und noch unbekannt.

Atmosphäre/Umgebung
So muss man sich ekeln :D So fiese ekelige Analysen sind ja doch nicht mein Ding. Bah, fand ich das unschön. Und auch so empfand ich das Institut als nicht gerade einladend. Es ist ja aber auch kein Ort der Freude und so wirkte es auch. Trotz weniger Worte über die Umgebung, konnte ich sie mir lebhaft vorstellen. Aber ansonsten bekommt man von dem schönen Italien nicht allzu viel mit. Er spielt sich alles doch oft an den gleichen Schauplätzen ab - eigentlich ein bisschen schade. Aber man ist ja auch nicht zum Urlaub machen dort :D Dennoch hätte dieses Buch für mich auch in allen anderen Städten dieser Welt spielen können.

Cover
Das Cover geht meiner Meinung nach gar nicht. Den Mix aus Comic und Bildern (Waffe, Handschellen, Skalpell etc.) finde ich schrecklich und auch die Farbe will nicht so ganz passen. Wenn es ein ausgeflipptes Buch mit einer komplett verrückten Protagonisten wäre, alles klar. Würde wie die Faust aufs Auge passen :) Aber leider ist das hier nicht der Fall. Mir gefällt auch der Titel nicht. Vermittelt einen falschen Eindruck. Hinter dem Titel verbirgt sich eine ganz wunderbare Geschichte und der Titel vermittelt etwas Negatives. Das Originalcover gefällt mir viel besser, passt auch besser zum Genre und zur Story.

Fazit                                                                                       .

Ein gutes Buch, was das zwar als Krimi betitelt wird, für mich aber leider ein paar Punkte außer Acht lässt. Spannung war so gut wie nicht enthalten - klar, es kommt zu Verfolgung und Aufklärung des Verbrechens, dass leider aber auch nur halbherzig. An dem Punkt war ich schon ein bisschen enttäuscht. Dennoch hat dieser Roman eine wunderbare Protagonistin, mit der ich gerne durch die Seiten gegangen bin und ich werde mir nächstes Jahr wohl auch mal den zweiten Roman zu Gemüte führen :)



Kommentare

  1. Hallo :)

    Ich habe deinen Blog gerade bei Lovelybooks entdeckt und bin sofort Leser geworden :D

    Würde mich sehr freuen, wenn du auch einmal auf meinem Blog vorbeischauen würdest ;)

    Liebe Grüße & noch eine schöne Woche
    Maura
    http://emotional-life-of-books.blogspot.de/

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  2. Hallo,
    du hast recht, das Cover hätte mich im Laden gar nicht angesprochen, aber der Inhalt klingt gar nicht soo schlecht. ;)
    Ich habe deinen Blog ebenfalls über Lovelybooks entdeckt und bin nun Leserin. Würde mich freuen, wenn du mal bei mir vorbeischaust!

    Lieben Gruß
    Nabura
    naburasbuecherlog.blogspot.de

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