[Kinderkiste] Vom Füchslein, das Handschuh kaufen wollte von Nankichi Niimi

Hallo ihr Lieben,

mittlerweile kennt ihr meine Kinderbuchliebe ja zur Genüge :D Ich kann sie als Erzieherin sehr gut kaschieren, ist halt immer alles für die Kleinen - Recherche und so ... :D
Da ich ein unglaublicher Fuchsfanatiker bin (warum auch immer dieses bildschöne Tier es mir so angetan hat), konnte ich auf der Frankfurter Buchmesse einfach nicht an diesem bezaubernden Buch vorbeigehen.
An dem Stand des Leipziger Kinderbuch Verlages hatten sie noch ein paar andere tolle Bücher, auch mit Füchsen, die werde ich mir bei Gelegenheit auch noch mal anschauen.
Ich war so angetan von den Büchern am Samstag, dass mich die nette junge Dame vom Verlag am Sonntag direkt wiedererkannte.
Ich dachte und sagte, wahrscheinlich wegen meiner krankhaften Fuchsobsession :D Sie meinte aber, das es eher an meiner fröhlichen Art lag - dann möchte ich ihr dies mal glauben :)
Auf jeden Fall musste dieses Buch mit und wurde auch prompt daheim gelesen.
Da das Buch ganz ohne Kurzbeschreibung auskommt, hier ein kleiner Einblick. Es geht um eine Fuchsmama und ihr Fuchskind, die gemeinsam durch die schneebedeckte Landschaft streifen. Dem Fuchskind sticht es in den Pfoten, es kennt keinen Schnee.
Daraufhin kommt es auf die Idee sich Handschuhe in der Stadt zu kaufen, aber die Mutter fürchtet sich, denn die Menschen hat sie nie als freundlich kennengelernt. Und so lässt sie mit Hilfe eines kleinen Tricks, ihr Kind alleine ins Dorf der Menschen ziehen.

Es ist so ein bezauberndes Buch - die Sprache ist so lieb und wirkt beim Lesen ganz leicht.
Was mich natürlich sofort verzaubert hat, sind die Illustrationen. Zauberhaft. Die Füchse wirken fast flauschig, eigentlich möchte man sie in den Arm nehmen und kuscheln. Die Bilder erstrecken sich jeweils auf einer kompletten Seite oder lappen ein bisschen auf die zweite Seite über, den restlichen Platz bekam der Text.

Bis jetzt hatte ich noch kein japanisches Kinderbuch, finde mein Debüt mit diesem hier aber sehr gelungen.
Andere Länder, andere Sitten - man merkt beim Lesen, dass die Geschichte eine andere Art von Erzählung hat. Ganz weich, kindgerecht und einfach nur schön - mir fällt das schwer in Worte zu fassen. Man muss sich von dem Charme des Buches einfach verzaubern lassen.

Für die Kita muss ich sagen, ist es eher ein Buch für die älteren Kinder. Das Buch hat für seine 32 Seiten doch ganz schön viel Text. Man kann es ohne Probleme in einem Rutsch lesen, aber die Aufmerksamkeit dies zu Ende zuhören liegt da eher bei den Großen.
Ein liebevoll gestaltetes Buch, welches sich von der Thematik her dafür eignet, Vorschülern vorgelesen zu werden. Dieses Buch bestärkt und ermutigt Kinder für eine neue Lebensphase, in der sie langsam zu einer eigenen Person werden und sich von den Eltern distanzieren.


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