[Rezension] Schnall dich an, sonst stirbt ein Einhorn! von Johannes Hayers & Felix Achterwinter

Hallo ihr Lieben,

irgendwo im WorldWideWeb bin ich auf dieses Buch gestoßen und eigentlich bin ich kein großer Fan dieser 'Trickbücher'. Aber aus zwei Gründen konnte ich diesem Buch nicht entgehen 1. weil es sich um Erziehungstricks handelt und 2. wegen dem wunderbaren Titel.
Ich habe zwar selbst keine Kinder, aber als Gruppenleitung einer 25-köpfigen Regelgruppe im Kindergarten braucht man manchmal einige pfiffige Ideen, um 'seine' Kinder zu maßregeln.

Diese Tricks finden Sie garantiert in keinem anderen Buch! Johannes Hayers und Felix Achterwinter haben die besten Erziehungstricks von ganz normalen Eltern gesammelt. Obwohl: ist Angelika normal, wenn sie bei sich selbst einbricht, um ihrem Sohn das Abschließen der Haustür einzutrichtern? Ist Maria normal, wenn sie ihre Tochter dazu bringt, den Sicherheitsgurt anzulegen, indem sie droht:"Schnall dich an, sonst stirbt ein Einhorn!"?
Ob normal oder nicht, ob legal oder nicht, diese listigen und lustigen Erziehungstricks haben tatsächlich funktioniert. Denn Kinder lieben nicht nur Einhörner, sie lieben auch Bären. Warum sollte man ihnen also nicht hin und wieder einen aufbinden?
Ich habe viel gelacht! Sehr viel. Manchmal bin ich regelrecht vom Stuhl gefallen, mit was für (Achtung Zitat!) ADHS-Anfällen die armen Eltern drangsaliert werden. Da hab ich in der Kita mit meinen Chaoten noch richtig Glück und die bringen einen echt auf die Palme.
Einige der elterlichen Tricks sind echt fies, einige wunderbar genial.

Ich meine wann hört man sich schon mal sagen, bei sich selbst eingebrochen zu haben, damit der Sohn lernt die Tür abzuschließen.
Oder wann lässt man morgens den Müllmann ins Haus, damit er den Sohn 'liebevoll' mit den Worten:"Wo ist mein Müll!?" weckt, um ihn endlich dazu zu bringen, die Mülltonne an die Straße zu stellen.
Besonders genial fand ich das Familiengericht, vielleicht sollte ich das mal in der Kita umsetzen. Die Rabauken ins Gericht berufen und dann gemeinsam mit den anderen Kindern, vor allem den 'Opfern' eine gemeinsame Strafe aushandeln.

Das Buch sprudelt nur so über von genialen Ideen, die zum Einen echt fies und abschreckend, zum Anderen aber auch einfach genial und lehrreich sind. Die beiden Autoren erklären auf unglaublich lustige und manchmal auch ausdrucksstarke Weise, was die Eltern an den Rand der Verzweiflung bringt und wie sie sich dessen Problem entledigen. Ab und an auch mit witzigen Skizzen. Oft sehr skurril und wie der Buchtitel schon verrät, am Rande des pädagogisch-legalen Bereichs (es gibt ja aber auch eine große Grauzone), aber saukomisch.
Ein lustiges Buch für Eltern, die sehen, dass sie nicht die Einzigen sind, die nicht ganz legale Tricks anwenden. Vielleicht ist sogar ein bisschen Inspiration dabei.
Ein klasse Buch für strapazierte Erzieherinnen - auf der einen Seite beruhigt es, weil man plötzlich ganz gut dasteht, wenn man liest das Frauen bei sich selbst einbrechen, um ihre Kinder zu etwas zu bewegen und man nicht mehr die böse ist, weil ein Kind mal alleine am Tisch über gewisse Situationen nachdenken musste. Und auf der anderen Seite auch wieder ein kleiner Quell der Inspiration.
Ich fand es ganz lustig, nett für zwischendurch.



Kommentare

  1. Wirklich ein lustiger Titel ^-^
    Ich bin auch kein Fan von 'Erziehungsratgeber' aber ich denke solche kleinen Tricks kann man immer gebrauchen. (:
    Alles Liebe, Jasi ♥

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    1. Ja, genau das dachte ich auch. Erziehungsratgeber sind furchtbar - aber hierbei handelt es sich um kleine (manchmal fiese) Tricks und das ist schon irre komisch :D

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